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Die Geschichte der Schule Wiesenfelden (nach M. Groß)

Am 23. Dezember 1802 verordnete Kurfürst Max IV. von Bayern, dass "alle schulfähigen vom 6. bis zum 12. Lebensjahr die Schule besuchen sollen"; wir blicken also auf 200 Jahre Schulpflicht in Bayern zurück. Sie stand auf einem sehr brüchigen Fundament und war mit den heutigen Verhältnissen nicht vergleichbar. Es galt vor allem die Ausnahme, dass Personen "höheren Standes" sich eigene Hauslehrer halten konnten und somit ihre Kinder von den unteren Schichten des Volkes fernhielten.

Schulen auf dem Land

Es dauerte nach dieser Verordnung viele Jahrzehnte, bis es zu einem einigermaßen geregelten Schulbesuch kam. Auf dem Land - also auch in Wiesenfelden, einem damals noch kleinen Ort - fand im Sommer kaum ein Unterricht statt, weil vor allem die älteren Kinder auf den heimischen Bauernhöfen dringend zur Arbeit gebraucht wurden. Die Landkinder gingen in großer Zahl nur in die "Winterschule". Von entscheidender Bedeutung ist, dass damals 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung auf dem Land lebten. Der weitgehende Verzicht auf schulische Unterweisung im Sommer hatte auch den Grund, dass man die Lehrer selbst zur Bestellung ihrer eigenen Felder freihalten musste. Noch in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts war ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung des Lesens und Schreibens unkundig.

Wiesenfelden als Schulort

Für den Ablauf des Schulbetriebes waren die örtlichen Pfarrer zuständig, sie waren auch die unmittelbaren Dienstvorgesetzten der Lehrer. In erster Linie hatten diese für den Kirchendienst zur Verfügung zu stehen. Erst 1919 wurden die Pfarrer von ihrer Aufgabe entbunden, der Staat nahm das gesamte Schulwesen in seine Obhut. In Wiesenfelden wird im Jahr 1672 der erste Schulmeister genannt, der sicher nur ganz wenige Kinder unterwiesen hat. 1828 waren zwei Lehrkräfte tätig. Bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges waren vier Lehrer im Amt. Bei Kriegsende erhöhte sich wegen der einströmenden Flüchtlinge die Zahl der schulpflichtigen Kinder schlagartig. Die Schulräume reichten nicht aus, einzelne Klassen konnten nur nachtmittags unterrichtet werden.

1709 und 1820 wurden in Wiesenfelden Gebäude errichtet, in denen Kinder unterwiesen wurden. Erst 1880 wurde ein großes neues Schulhaus eingeweiht. Dieser Bau wurde 1964 durch ein neues Gebäude ersetzt, welches seither immer wieder vergrößert und modernisiert wurde. Die letzte Erweiterung und Sanierung wurde im Jahr 2003 abgeschlossen.

Das Einzugsgebiet der Schule Wiesenfelden

Im Jahr 1969 wurden die nahegelegenen Schulen in Heilbrunn und Zinzenzell mit der Schule Wiesenfelden vereinigt. Das Einzugsgebiet wurde dadurch beträchtlich vergrößert. Aus über 60 Ortsteilen werden die Kinder mit Schulbussen in die Schulhäuser Wiesenfelden und Zinzenzell gebracht. Die Schule umfasst zurzeit 12 Klassen mit einer Klassenstärke zwischen 14 und 28 Schülern. Sie werden von über 20 Lehrkräften mit unterschiedlichem Stundenmaß betreut. Die Finanzierung des Schulbetriebes erfolgt durch die Gemeinde, die ihrerseits beträchtliche Zuschüsse vom Staat erhält. Die Besoldung der Lehrkräfte liegt ausschließlich in der Hand des Freistaates Bayern.

GRUND- UND MITTELSCHULE WIESENFELDEN © 2014

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